Januar 2026

Philosophie, Theorie

Eine Frau ist ein Symptom des Mannes – Jacques Lacans Formel für Liebe und Glaube

„Eine Frau ist ein Symptom des Mannes“ – Lacans Formel irritiert und fordert zur Klärung heraus. Der folgende Artikel zeigt, dass es dabei nicht um eine Aussage über Frauen als solche geht, sondern um die Struktur von Glaube, Wahrheit und Beziehung. Die Formel eröffnet einen präzisen Zugang zur Logik der Liebe und der männlichen Subjektivität […]

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Philosophie, Kritik

Nietzsches Anti-Philosophie (und warum Gesundheit ein schlechtes Kriterium ist)

Ich las Nietzsche in ungesundem Maße. Und je tiefer ich in seine Gedankenwelt eintauchte, desto überzeugender schien sie mir, gerade in ihrer Radikalität gegen das Abgenutzte. Doch zwischen der Leidenschaft für das Leben und dem Misstrauen gegen das Denken, zwischen der Verachtung des Systems und der eigenen systematischen Schärfe begann etwas zu reiben – und

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Philosophie, Theorie

Eine vergessene Philosophin – Anne Conways monistische Substanztheorie

Anne Conway (1631–1679) lebte in einer Zeit, in der Philosophie nahezu ausschließlich von Männern betrieben wurde – öffentlich, akademisch, institutionell. Sie selbst hatte keinen offiziellen philosophischen Status. Und doch gehört diese bemerkenswerte Frau zu den tiefgründigsten metaphysischen Denkerinnen des 17. Jahrhunderts. Geboren als Anne Finch in England, wuchs sie in einem gebildeten, aristokratischen Umfeld auf

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Anthropologie, Philosophie, Sakralsoziologie

Die Reglementierung der Triebkräfte als sozialer Kitt

Die folgende Untersuchung kann als Beitrag zur sakralsoziologischen Forschung gelesen werden. Der Ethnologe Joseph D. Unwin richtet seinen analytischen Fokus auf die sexuellen Kräfte einer Gesellschaft und deren soziale Regulierung als konstitutives Element von Vergemeinschaftung und kultureller Ordnung. Hauptthese: Die Reglementierung sexueller Energien innerhalb einer Gemeinschaft führt zu einem Anstieg an sozialer und kultureller Energie,

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Philosophie, Theorie

Erotik und sakrale Kommunikation – Bataille und Nietzsche im Vergleich

In On Nietzsche, insbesondere in den biographischen Passagen, entwirft Georges Bataille eine phänomenologische Annäherung an das, was sich als christliche Affekterotik beschreiben lässt. Obwohl er sich selbst als „heftig religiösen“ Atheisten bezeichnet, wird deutlich, wie nachhaltig das Christentum sein Denken geprägt hat. Innerhalb der christlichen Erfahrungswelt arbeitet Bataille spezifische Formen des Erotischen heraus, die auf

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Dissertation

Sünde und Transgression in der Subjektphilosophie Georges Batailles

Der vorliegende Text stammt aus der ungekürzten Fassung meiner Dissertation und untersucht, wie Bataille den Begriff der Sünde in eine Subjektphilosophie integriert und Transgression als einen selbstermächtigenden Prozess begreift, in dem sich das Subjekt in der Überschreitung seiner Grenzen als göttlich erfährt. Sünde als Denkbild der Transgression Die Philosophie Georges Batailles entwickelt eine radikale Denkfigur,

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Dissertation

Die Universalität religiöser Erfahrung: Mystik-Diskussion bei Bataille und James

Der folgende Abschnitt entstammt der ungekürzten Fassung meiner Dissertation und enthält die Mystikdiskussion über die Universalität religiöser Erfahrung bei William James, Marcel Mauss, John Dewey und Georges Bataille. Die Universalität der religiösen Erfahrung Im Hinblick auf die Untersuchung und Bedeutung der religiösen Erfahrung als universale, mystische Qualität in Batailles Religionstheorie werden drei Fragehorizonte erschlossen, die

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Praxis, Übung

Warum Schnee auch schwarz sein kann – 10 Thesen von Leibniz

„Schnee ist schwarz.“ – Kaum ein Satz eignet sich besser, um philosophisches Denken zu provozieren. Jeder Mensch weiß, dass Schnee weiß ist. Genau deshalb wirkt die gegenteilige Behauptung absurd. Und doch stammt sie aus der Philosophie – genauer: von Anaxagoras, einem vorsokratischen Denker des 5. Jahrhunderts v. Chr. Anaxagoras: Schnee, Wahrnehmung und Wirklichkeit Anaxagoras war

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Kolumne

Die Frau in der Geschichte der Philosophie und die halbe Menschheit als Sonderfall

Die Geschichte der Philosophie ist – betrachtet man ihre kanonischen Figuren – eine nahezu ausschließlich männliche Erzählung. Von der antiken Metaphysik bis zur deutschen Idealphilosophie, von der Moralphilosophie der Aufklärung bis zur Existenzphilosophie des 19. und 20. Jahrhunderts dominieren männliche Autoren nicht nur quantitativ, sondern normativ: Sie definieren, was als Vernunft gilt, wer als rationales

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Philosophie, Kritik, Theorie

Batailles kritischer Nietzscheanismus und die vier Grundpfeiler seiner Philosophie

Georges Bataille sieht sich selbst als Nachfolger einer von Nietzsche angestoßenen Lebensphilosophie und verteidigt Nietzsche gegen ideologische Vereinnahmungen, knüpft jedoch zugleich kritisch an dessen Denken an. Während Nietzsche Macht als grundlegende Lebensdynamik konzipiert, analysiert Bataille Macht als Struktur der Verdinglichung. Diese kategoriale Verschiebung markiert die Grenze einer vitalistischen Lebensphilosophie und begründet Batailles Nietzscheanismus als kritische

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