Kolumne

„Ich bin auf der Welt zu gering und doch nicht klein genug, um vor dir zu sein wie ein Ding.“

Philosophie und die Frauen: Die halbe Menschheit als Sonderfall

Die Geschichte der Philosophie lässt sich so zusammenfassen: Männer, die sich für sehr wichtig halten, reden zu anderen Männern, die sich ebenfalls für sehr wichtig halten. Oder, in der Sprache der Disziplin: Ein enger Zirkel selbsternannter Vernunftsubjekte verhandelt das Wesen der Welt, während ein beträchtlicher Teil der Menschheit – Frauen – als Randphänomen, Sonderfall oder pädagogisches Problem behandelt wird.

| MEHR LESENPhilosophie und die Frauen: Die halbe Menschheit als Sonderfall

„Ich hasse Menschen“ – Ein Satz aus der Müdigkeitsgesellschaft

„Ich hasse Menschen.“ Kaum ein Satz wird heute so häufig ausgesprochen – und doch sagt er oft mehr über uns selbst aus als über die Welt. Meist ist er beiläufig im Nebensatz zu hören - wie ein leiser Anflug von Misantrophie - ohne dass jemand widerspricht. Vielmehr folgt ein stilles, verstehendes Nicken. Ich habe ihn oft gehört: von Kolleg:innen, Freund:innen, aus der Familie. Und ja, ich habe ebenfalls genickt.

| MEHR LESEN„Ich hasse Menschen“ – Ein Satz aus der Müdigkeitsgesellschaft

Heimlicher Liebesbrief an Leibniz (und warum wir alle Monaden sind)

Manchmal denke ich, dass Gott, als er die Welt erschuf, einen winzigen Tropfen seiner Schönheit aus Versehen mit einem Maß zu viel auf die Erde verschüttete – und daraus entstand Leibniz. Diese Mischung aus Mathematik und Mystik, Logik und Liebe, dieses seltsam leuchtende Genie, das glaubte, dass die Welt aus lauter fensterlosen Substanzen bestehe. Monaden nannte er sie, und er meinte mich, meinte dich, meinte alles.

| MEHR LESENHeimlicher Liebesbrief an Leibniz (und warum wir alle Monaden sind)

Warum Diogenes mein Lieblings-Philosoph ist (und was er uns lehrt)

Als ich einem Freund von Diogenes erzählte, von dem mittellosen und einfachen Philosophen, der in der Tonne lebte, und davon berichtete, wie er Alexander dem Großen eine Abfuhr erteilte, erwiderte er nur: „Vielleicht war er kein Philosoph, sondern ein Penner, den man zu einem Philosophen machte?“ – Vorab so viel zur Radikalität des Minimalismus von Diogenes.

| MEHR LESENWarum Diogenes mein Lieblings-Philosoph ist (und was er uns lehrt)